Knitty Surprises

Eben kam per Mail die Mitteilung, daß die Überraschungen der aktuellen Knitty Ausgabe online sind.

Ich bin nicht besonders angetan, wie so oft bei den letzten Ausgaben des Magazins. Mir scheint es, daß die Designs weniger tragbar als auffällig sein müssen um veröffentlicht zu werden.
Das gilt zwar nicht für alle Modelle und ich mag knitty immer noch gerne aber der Anteil für mich nicht tragbarer Entwürfe nimmt zu.

Für die Frühlingsausgabe gibt es also folgende Überraschungen als Zugabe.

Blossom:
Ein gestrickter Rock, kann man machen, muß man aber nicht. Sollte mich in Zukunft mal ein gestrickter Rock überzeugen wollen, so würde ich bevorzugen er sähe nicht aus wie der Teil einer Zirkuskostümierung.

Katja:
Ein „halterneck top“ für Babies bzw. Kleinkinder. Geht meiner Meinung nach gar nicht. Geknoteter Verschluß im Nacken einer Halbjährigen? Viel Spaß beim entweder immer wieder zubinden oder dem Genöle des draufliegenden Kindes.
Viel schlimmer finde ich aber den Anteil der freigelegten Kinderhaut bei diesem Modell. Die Sonneneinstrahlung, bei den Temperaturen zu dem Katja getragen werden kann, sind viel zu intensiv, als daß ich mein Kind dabei so viel bloße Haut tragen lassen würde.

Felted Tea Cosy:

Hübsch bunt. Aber zusätzlich zu meiner langsam eintretenden Übersättigung an gefilzten Strickstücken, muß ich nicht alles in der Wohnung mit Gestricktem beglücken.

Fazit, nichts für mich dabei.

Wundersame Werbung

In den letzten Tagen fällt mir immer wieder ein Werbespot auf, dessen Aussage mir seltsam anmutet.

Carefree wirbt für seine neue XL Slipeinlage mit einem Slogan, der in etwa aussagt, nehme man diese Einlage, hätte man die Freiheit/Sicherheit anderen nah sein zu können.

Ahja.

Zum einen, wie nah sollen mir andere, fremde Menschen kommen? Sollen die mich umarmen, dabei einen Kniefall vollbringen um dann in der Höhe meiner Intimregion mit der Nase hängen zu bleiben und dort wild zu schnüffeln?

Zum anderen, wenn das eben beschriebene Szenario nicht eintritt, wie lange muß Frau (als Zielgruppe dieses Spots) sich nicht waschen, um derart aus dem Intimbereich zu riechen, daß die Umgebung dies mitbekommt.

Und wenn Frau sich so lange nicht wäscht, was soll dann noch die Slipeinlage bewirken?
Ist diese derart parfümiert, daß alle Gerüche übertüncht werden?

Interessante Strategie die dort verfolgt wird, Slipeinlage statt Hygiene.

Versteht mich nicht falsch, ich kann durchaus nachvollziehen, daß unter gewissen Umständen das Tragen einer Slipeinlage zum Wohlbefinden des Reinlichkeitsgefühls beiträgt, aber diese anzupreisen unter dem Motto, nur mit Einlage kann man Nähe zu anderen zulassen finde ich verfehlt.

Sooo stolz

Als ich vor ca 2,5 Jahren das erste mal in einer Anleitung las, „graft xy together“ und mich auf der Suche nach dem „Kitchener Stitch“ machte, verzweifelte ich im Anschluß bei der versuchten Ausführung.
So bekam Rogue einen „threeneedle bindoff„.

Diverse weitere Versuche schlugen glorreich fehl, jede noch so hoch gelobte Anleitung schaffte es nicht mir die Fähigkeit zu vermitteln.

Heute hab ich es dann mal wieder versucht, hab mir nochmal das Video von knittinghelp.com, angeschaut und wie Norma schrieb, jeden Stich ganz genau nachgemacht.
Und Tadaaaaaaaaa:

Mein erster richtig gut gelungener „Kitchener Stitch“, es hat einfach „klick“ gemacht und das immer wieder beschworene „knit, purl, purl knit“ macht endlich sinn. Hurraa.

Grand Prix

Als man noch Kind war, war der Grand Prix d´Eurovision ein aufregendes Ereignis, welches man, waren die Eltern gnädig gestimmt mit denselben vor der familiären Glotze erleben durfte.

Heutzutage nimmt man den nun Eurovision Songcontest genannten Wettbewerb eher nebenbei wahr. Dies mag zum Teil daran liegen, daß die deutschen Beiträge in den letzten Jahren eher grenzwertig waren.

In diesem Jahr war ich positiv überrascht, als ich noch kurz vor dem Wettbewerb die deutschen Teilnehmer mitbekam. Ein eingängiger, nicht zu seichter Song, der seinen ganz eigenen Charme und große Ohrwurmqualitäten hat.

Also schaute ich mir die heutige Contest-Veranstaltung an, in dem Glauben, daß ein dermaßen guter Song auch eine dementsprechende Wertung zu erwarten habe.

Hah, weit gefehlt, hier punktet nur gut, wer starke Nachbarn oder ein möglichst bizarres Auftreten hat oder viel Haut und durchgestylte Choreographie (wobei sich das nicht unbedingt gegenseitig ausschließen muß) vorweisen kann.

Mit Geschmack und einem Sinn für gute Musik hat das nichts mehr zu tun. Wieso ich das irgendwie erwartet habe kann ich mir nicht erklären.
Mir tut es nur für Texas Lightning leid, denn die sind wirklich gut.

Oma und Opa, scheinen den Wettbewerb jedenfalls nicht mehr zu verfolgen, oder mit der modernen Technik des Televotings nicht zurecht zu kommen, anders kann ich mir den Gewinn von Finnland nicht erklären.

Die männliche und die weibliche Herangehensweise

Wenn ich keine Lust habe vorgegebene Arbeiten zu erledigen, dann gibt es zwei Möglichkeiten, entweder verweise ich auf meine Unfähigkeit das geforderte zu erfüllen oder ich sage schlicht und einfach, daß ich keine Lust habe.
Wesentlich subtiler hat sich heute der Göttergatte aus der Affaire gezogen. Dabei war er so erfolgreich, daß er gleich zwei anstehende Arbeiten ganz nebenbei auf mich abwälzte.
Er ließ einfach die zum „Heimwerken“ erstandenen Uttensilien an der Kasse liegen um dann nach dem dies daheim festgestellt wurde, natürlich nochmal dahin fahren zu müssen und sich somit gleichzeitig auch noch vor dem Kochen zu drücken.
Für beides wäre es nach seiner Heimkehr zu spät gewesen.

Also durfte ich das familiäre Abendmahl unter Gesellschaft der Abkömmlinge bereiten. (Ich wette das „Heimwerken“ wird mir morgen auch noch überlassen.)

Nun ist es nicht so einfach mal eben zu Kochen wenn ein übermüdetes, aufgedrehtes, zweidreivierteljähriges Kleinkind und ein sechs Wochen alter brüllender Säugling anwesend sind und meinen jeder für sich bräuchte jetzt dringend mütterliche Aufmerksamkeit.

Die entnervte Mutter, sprich ich, packte also das brüllende Kind in die Babywippe und schleppte es in die Küche, wo es aus Platzgründen vor der Spülmaschine abgestellt wurde. Gleichzeitig wurde die Musik in dem Radio aufgedreht.

Effekt:


Henri hat einen neuen Freund, die Spülmaschine. Er hat sie ewig so angestarrt und wurde ganz ruhig. Ok, die Musik und mein Wippen, der Wippe mit dem Fuß können auch dazu beigetragen haben.

Das weibliche Kleinkind sah die laute Musik als Aufforderung sich ein Kleid anzuziehen und wild durch die Küche zu tanzen.

So konnte ich dann um die Kinder rumtänzelnd das Essen kochen.
Der männliche Erwachsene hätte mich, wäre ich das Vergessene holen gefahren, wahrscheinlich mit den Worten begrüßt, er hätte nicht Kochen können, da Kind, groß aufgedreht war und Unsinn gemacht hat, und Kind, klein nur am Brüllen war und im Arm sein mußte.

Weibliche und männliche Herangehensweise …

Hier wird noch gestrickt

In den gestohlenen Zeiten zwischen essen, schlafen und dem allumfassenden Kinder versorgen wurde ein wenig an Garland genadelt. Die Einzelteile waren vor dem Einsetzen der Wehen fertig, die Rüschenkanten habe ich in den letztens 6 Wochen gemacht. Heute habe ich dann begonnen das gute Stück zusammen zu nähen. Und ich bin etwas genervt, weil der Pullover viel kürzer sitzt als auf dem Referenzbild. Dabei kommen die, durch das Diagramm in der Länge vorgegebenen, Maße fast hin. Sowas ärgert mich dermaßen, daß ich ein wenig mit dem Gedanken ans Aufribbeln spiele. Aber ich weiß auch, daß das Garn das nicht gut mitmachen würde.

Ansonsten liegen hier noch zwei angefangene Arbeiten rum, die zeige ich dann später mal.